Hayat vermek

•19. Mai 2012 • Schreibe einen Kommentar

Çoğumuzun hayatını bile verebeliceğim kendisine çok yakın hisettiği biri vardır. Annemiz, babamız ve ya eşimiz için hangimiz canınımızı feda etmeğiz ki. Bu laf olsun diye değil. Gerçekten yapabileceğmiz ve bazılarının yaptığı birşey. Ama neden? Niçin başka bir insan için hayatımızı feda etmeye varacak kadar çömert olabiliyoruz da, aynı kişi bizden zamanımızı kısıtlayan birşey istediğinde öfkeleniyoruz. Zaman harcamakla, hayatımıza son vermek arasında ne fark var.

Temel nokta bizim canımızı feda ederken, canımızın manevi yükünü hayatımızı feda ettiğimiz kişiye vermemiz. Bir nevi canımızın sorumluluğunu başkasının eline vermek gibi birşey. İlk bakışta diğerkâmlık ve fedakarlık gibi gözüken eylem aslında bencillğin doruk noktası. Sevdiğimiz insanları sorumluluktan kurtulmak için alet ediyoruz, üstüne üstük bize borçlu hissetmelerini ve kendimizin bundan dolayı mutlu olmasını sağlıyoruz.

Halbuki canımızı değil, hayatımızı vermeye razı olsak samimi bir davranış olur ve ilişkilermize hayat vermiş oluruz.

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Wie ist Scharia zu verstehen?

•23. September 2010 • 1 Kommentar

In letzter Zeit geschehen merkwürdige Sachen. Die Medien zeigen von Kopf bis Fuß verhüllte Frauen, Pierre Vogel ist ein Mensch bei Maischberger und ein guter Freund schreibt mir, dass seine Toleranz langsam zu Ende geht. Ich frage mich, was hat das alles zu bedeuten?

Fakt ist, dass dieser Prozess in mir ein Unwohlsein auslöst. Ich merke, wie ich langsam aber sicher in die Enge treibe. Es ist nicht einfach, wenn plötzlich ein Teil von mir auf dem medialen Esstisch serviert wird. Jeder interessiert sich für den meinen Glauben. Ist das positiv?

Die Debatte dreht sich alles in allem um die in Deutschland lebenden Muslime, ihre politische Einstellungen, ihr Leben und ihr Engagement. Die Medien zeigen Frauen mit Burkas, fragen nach der Steinigung oder der Zwangsehe im Koran. Die Antworten die in der Gegend rumschwirren jedoch, befriedigen niemanden. Der Nichtmuslim will eine klareres Bekenntnis zur Demokratie und der Muslim die freie Entscheidung, auf welche Art und Weise er sich anpasst.

Auffällig oft werden scheinbare Konflikte zwischen dem Koran und den westlichen Werten diskutiert. Die Frage, die unterschwellig stets gestellt wird ist folgende: „Müsst ihr euer Leben nach dem Koran richten. Er ist doch auch nur Menschenwerk.“ Und genau dieser Ausdruck verleiht der Diskussion eine Sprengkraft, die in der Lage ist eine Diskussion in ihren Grundpfeilern zu vernichten. Einerseits gibt es die Freiheit der Meinung, andererseits jedoch die Freiheit des Glaubens. Genau wie Menschen in der Lage sind so eine Frage zu stellen, haben Menschen die Freiheit den Islam nach dem Koran auszuleben. Entscheidend ist nur, dass die Freiheit des anderen nicht eingeschränkt wird.

Millionen Menschen starben, bis wir uns diese Freiheiten in Mitteleuropa erkämpfen konnten. Heute sind unsere Grundrechte „heilig“ und unantastbar.

Jedoch sollten wir uns bewusst sein, dass alle Freiheiten ihre Grenzen haben. Und zwar genau da, wo eine andere Freiheit angetastet wird. Genauso wie man nicht jede Meinung in Deutschland vertreten kann, so kann man auch nicht jeden Glauben ausleben. Eine Religion die verpflichtet, dass Frauen gesteinigt und zwangsverheiratet werden gehört nicht nach Deutschland. Diesem Satz sollte jeder gläubige Muslim, der nach dem Koran lebt, zustimmen. Warum? Weil Muslime verpflichtet sind, sich an die Gesetze in dem jeweiligen Land zu halten.* Es fällt also auf, dass der der Koran und unser Prophet genau wie für vor Hunderten von Jahren, auch für die heutige Situation die geeigneten Worte finden, um uns den Weg zu weisen. Jedoch zu unterstellen, dass der Koran ein Menschenwerk ist und dass das Leben nach dem Koran mit den heutigen Werten nicht vereinbar ist, stellt einen Angriff auf ein Heiligtum dar. Dies ist meiner Ansicht nach als Einschränkung der Glaubensfreiheit zu werten.

Richtig ist, dass Frauen in vielen Familien aus dem nahen Osten unterdrückt werden. Dies hängt jedoch nicht mit Religion, sondern mit dem Bildungsstand zusammen. Es ist auch richtig, dass viele Straftäter aus dem nahen Osten kommen. Doch auch ihre Vergehen haben nichts mit dem Glauben zu tun. Der Koran verbietet das Brechen von Gesetzen, egal in welchem Land! Und mit Rechten sind wohlgemerkt auch Frauenrechte gemeint!

Oft hört man noch jedoch die Frage: „Wenn ihr könntet, würdet ihr nach der Scharia leben?“

Die Antwort ist so einfach wie auch deutlich: Ja. Denn wir leben bereits nach der Scharia, denn die freiheitlich demokratische Grundordnung in Deutschland ist eine der besten Strukturen, um den Islam frei zu leben. Wenn der Koran uns die Freiheit gibt, uns an das deutsche Recht anzupassen, dann nehmen wir das wahr und passen uns der islamischen und deutschen Scharia (=Recht) zu gleich an.

Toleranz spielt in dem ganzen Prozess die wichtigste Rolle. Deshalb darf sie auch nie zu Ende gehen. Geht sie mal auf null, so ist das ein Zeichen, dass sich extreme Gedanken und Vorstellungen breit machen. Diese Erkenntnis kann man gerade aus den Medien und dem Nicht Muslimischen Umfeld gewinnen. Mir persönlich bereitet das große Sorge. Denn was passiert wenn die Toleranz verschwindet???

Fortsetzung folgt…

*siehe Buhari, 7137 – Müslim 1835

Sarrazin „mania“ – Sprachrohr bis Demagoge –

•16. September 2010 • Schreibe einen Kommentar

Neuerdings stelle ich mich folgende Frage.

Was denken Menschen die über oder von Sarrazin lesen.

Eine empirische Ausarbeitung habe ich nicht zur Hand. Jedoch kann man eine gefühlte Tendenz feststellen.

Ein starker Bezug zu den Inhalten von Herrn S. wird hergestellt über die mediale Aufarbeitung des Themas. Die breite Medienpräsenz führt zu einer Neugier in großen Teilen der Bevölkerung. Durch die ganze Gesellschaft hindurch besteht ein Interesse an der Debatte.  Unter den Interessierten sind sowohl direkt Betroffene, als auch jene, die keine Erfahrungen mit Migranten haben.

Die Herangehensweise an das Thema kann man in zwei Positionen trennen.

Einerseits gibt es diejenigen, die grundsätzlich gegen jede öffentliche Problemansprache und Diffamierung sind. Sie sehen das aktuelle „Multikulti“ Gefüge durch Sarrazin bedroht und wollen möglichst in „Ruhe“ leben. Für sie stellt Sarrazin den Beginn einer nationalistischen (Denk-) Bewegung im 20 Jahrhundert in Deutschland dar. Zu dieser Gruppe zählen Migranten, Migrantenselbstorganisationen, Integrationspolitiker der Parteien, Linke und Grüne.

Andererseits ist Sarrazin für eine andere Gruppe das hoch ersehnte „Sprachrohr“. „Endlich sagt mal einer die Wahrheit“ hört man in diesen Tagen oft aus dieser Ecke. Dieser Teil der Bevölkerung will die aktuell bestehenden Probleme „endlich“ auf den Diskussionstisch bringen und Beteiligte zur Rechenschaft ziehen. Sie haben „genug“ von gutgläubiger Mutlikulti Politik. Es soll stärker auf Sanktionen gesetzt und minder gebildete Zuwanderung gestoppt werden. Zu dieser Gruppe zählen große Teile der beiden Volksparteien, ein Großteil der deutschstämmigen Bevölkerung und die meisten Medien im Land.

Das Lesen der Thesen von Herrn Sarrazin ist eng verflochten mit der Voreinstellung, die der Mensch bereits in sich trägt. Wer dem Thema gegenüber gut eingestellt ist, der wird die Thesen eher ungern beachten. Wer dagegen eine Gefahr oder Probleme im muslimischen Leben sieht, der wird Gefallen an Sarrazin finden.

Das es derartige Voreinstellungen gibt, mag wohl niemand mehr bestreiten. Gemäß der Einstellung wird auch das Ergebnis dieser Diskussion, einen Weg im Verhalten der Menschen einschlagen.

Festhalten könne wir, dass Herr S. die bereits bestehenden Merkmale in den Gedanken der Menschen bedient. Entweder erweckt er Jubel und Freude oder aber Wut und Hass. Alles in allem spaltet sich die Gesellschaft. Hinzu kommt, dass sich noch andere „Parteien“ der Diskussion bedienen, um ihr Profil zu schleifen.

Ich für meinen Teil sehe eine Art Entscheidungsknoten in dieser Debatte. Ist der Knoten die Gesellschaft, so reicht ein Zug nach rechts oder links um den Knoten zu lösen. Und am Ende bedarf es mehr Kraft um den Knoten wieder herzustellen.

Der These, dass minder qualifizierte Muslime ein Problem für die Gesellschaft sind stimme ich zu. Mit einer Bedingung: Diese Menschen müssen im Kontext der ganzen Welt gesehen werden. Leben diese Menschen nicht bei uns, so leben sie in Afrika, Nahem Osten oder sonst wo. Jedenfalls noch in diesem Universum.

Oder ändert sich Ihre Qualifikation, wenn sie wo anders leben?

Referendum Türkei Teil 3: Warum „Nein“?

•12. September 2010 • Schreibe einen Kommentar

Warum „Nein“?

Eine große Menge der Menschen in der Türkei sagt „Nein“ zur geplanten Reform der Verfassung. Angeführt wird diese Gruppe von der dem Staatsapparat nahen CHP und der nationalistischen MHP. Beide Parteien sitzen in der Opposition im derzeitigen Parlament.

Spricht man mit den Menschen die eine derartige Haltung einnehmen über die Reform, so kann man bereits nach ein paar Sätzen feststellen, dass sie ernstzunehmende Befürchtungen haben. Auffällig sind Sätze wie „Wer hat dann den Staat in der Hand?“ oder „Wer wird uns dann beschützen?“. Diese Aussagen richten sich hauptsächlich gegen die Schwächung des Militärs und die Stärkung des Parlaments.

Seit anbeginn der Repuplik sieht sich das Militär als Beschützer der Werte und Normen, die bei der Gründung im Jahre 1923 festgehalten wurde. Jede Abweichung von dieser kemalistischen Ideologie wurde daher militärisch mit einem Putsch oder mit einem Politikverbot durch das Verfassungsgericht bestraft.

Sowohl die CHP, als auch die MHP bauen ihre Ideologien auf kemalistischen Grundwerten auf, die unter dem Schutz dieses Staatsapparats stehen.

Zwei Fronten

Die Volksabstimmung wird inhaltlich nicht viel an diesem Status ändern. Jedoch haben sich, ob gewollt oder ungewollt, zwei Fronten gebildet.

Das Referendum wird als Kampf zwischen dem Staatsaparat und der gewählten Regierung gesehen. Ein Sieg des Einen wird dem Anderen einen schweren psyschichen Schaden anfügen. Menschen, die zu dem Staatsaparat halten und eine Schwächung ihrer eigenen Ideologie befürchten, sagen daher „Nein“ zur Reform.

Schutz vor dem Volkswillen

Für sie ist es nicht vorstellbar, den Staat in die Hände einer gewählten Regierung zu geben, da sie bewusst oder unbewusst glauben, dass die große Mehrheit in der Türkei andere Wertvorstellungen hat als sie.

Daher ist es angenehm, den politischen Einfluss des Militärs und Verfassungsgerichts beizubehalten.

Referendum Türkei Teil 2: Warum „Boykott“?

•11. September 2010 • Schreibe einen Kommentar

Warum „Boykott“?

Ich erinnere mich an folgenden Satz von einem kurdischen Studenten aus Istanbul: „Ich traue Türken nicht.“

Wörtlich genommen kann man von einer Antipathie gegenüber der türkischen Bevölkerung ausgehen, doch wäre das eine sehr einfache Erklärung.

Zwar kann nur diese Person genau wissen, wie viel Enttäuschung hinter dieser Aussage steckt. So konnte auch ich mir ein Bild von seiner Gefühlslage machen und eine Kausalität zu den aktuellen politischen Geschehnissen erkennen.

Im Endeffekt führte uns das Gespräch zu der Volksabstimmung am Sonntag.

Bis dato war mir nicht klar, wie jemand demokratische Wahlen boykottieren kann. Es schien mir als ein Attentat auf die Demokratie.

Übrig gebliebene Alternative

Die kurdische Partei im türkischen Parlament (BDP=Partei für Frieden und Demokratie) hatte zum Boykott der Volksabstimmung aufgerufen.

Diese Haltung resultierte hauptsächlich aus einer Nicht-Beachtung der kurdischen Interessen im neuen Gesetz. Dabei war Ihre Forderung klar: die Erwähnung der Kurden als Ethnie in der neuen Verfassung. Da jedoch dieser Forderung die Regierungspartei nicht nachkam, hielt man einen Boykott für das entsprechende Mittel.

Vielmehr war es aber wie beim Auswählen vor einem Fußballspiel. Da das „Ja“ an die Regierung, das „Nein“ an die türkische Opposition ging, blieb der „Boykott“ als letzte Alternative übrig.

Abschottung gegenüber den Fremden

Die meisten in dieser Gruppe akzeptieren, dass eine reformierte Verfassung der Türöffner für weitere Schritte in diese Richtung ist. Sie wissen auch, dass bei einer möglichen Ablehnung, ihr „Thema“ noch weiter ins politische Nimmerleinsland rückt. Dieses Risiko gehen Sie ein.

Im Grundsatz steckt genau hier die Idee des oben erwähnten Studenten. Teile der kurdischen Bevölkerung trauen nach jahrelangen Assimilationsversuchen der Regierungen nun auch einer Regierung nicht, die möglicherweise einen Schritt in die richtige Richtung macht. Die Lösungsversuche der Regierung werden nicht unterstützt, weil wieder Türken die alleinige Initiative ergreifen und weil sie sich mit einer türkisch dominierten Regierung nicht identifizieren können. Sie glauben nicht, dass ein Türke ihre Sorgen und Fürchte versteht und notwendige Maßnahmen einleitet. Alle ergriffenen Lösungsversuche seitens der Regierung werden deshalb als politische Propaganda bewertet und als unzureichend abgestempelt. Der jahrelange politische Druck hat sie soweit zurück in Ihre eigenen vier Wände gesperrt, dass Sie einen enormen Zusammenhalt und einen eigenen Nationalismus entwickelten.

Die politischen Vertretungen dieser Gruppe nutzen nun diese emotionale Lage der Bevölkerung aus und stellen alle anderen als „Fremde“ dar. Im Grundsatz will man das Gefühl vermitteln, dass einem Kurden nur ein Kurde helfen kann.

Infolgedessen soll ein „Boykott“ verhindern, dass der politische Gegner gestärkt wird. Wo man doch so viel für den Frieden machen könnte, indem man die ausgestreckte Hand annimmt und „Ja“ sagt.

Verklebtes Istanbul: Referendum Türkei Teil 1

•3. September 2010 • Schreibe einen Kommentar

Istanbul -Hier tragen Sorgen einen anderen Namen –

In diesen Tagen hat man das Gefuehl, die ganze Welt dreht sich um diese  Stadt. Vor einer Woche kam ich hier an und mich traf eine Flut von Flaggen und Poster der Parteien an jeder Ecke. Ein Sinnbild für das aktuelle Top Thema in der Stadt. Jedes Gespräch tangiert irgendwo das Thema dieser uberdimensionalen Werbung, welche Istanbuls Waende und Mauern zukleistern: den Volksentscheid über eine neue Verfassung.Das Volk stimmt am 12. September mit Ja oder Nein über einen von der Regierungspartei AKP erstellte Verfassungsentwurf ab.

Für die einen ist das die Tür zur Moderne (nicht ausreichend aber ja – sager) für die anderen die Zentralisierung der Macht bei der Regierung (nein – sager). Die einen wollen mit der Vergangenheit abrechnen (Ja-Sager), die anderen fuehlen sich im kompletten Prozess uebergangen (Boykottierer).

Insgesamt in fuenf Teilen moechte ich diese Denkweisen vorstellen und auf ihre historischen und soziologischen Hintergründe eingehen. Insallah gelingt es mir.

Sen..

•17. Juli 2010 • Schreibe einen Kommentar

Sen…
her anini benimle olmaya mahkumsun
benim hayatimin gayesi olmaya, kendi hayatina gözlerini kapamaya,
icimdeki hücrede yasamaya
mahkumsun…

atesden bir gömlek gibiyim ben,
eriyip yok olmak istersin,
dagli tasli bir yol gibiyim ben,
kosup gitmek istersin,
susuz bir cöl gibiyim ben,
icmek istersin,
hayatinin adiyim ben….
benle ölmek istersin…

Ask‘im ben
Ates ile baslar…..ölüm ile dogarim